Linux auf dem Desktop

Auf dem Heim- und Firmencomputer ist Microsoft Windows de Facto Standard. Alternative Systeme wie Apples macOS [1] und Linux [2] fristen ein Nieschendasein. macOS konnte den Marktanteil über die Jahre auf beachtliche 15% steigern wobei Linux nicht einmal auf 3 % kommt. [3] Aus diesen Zahlen lässt sich jedoch nicht die Qualität ablesen.


Fedora Linux Logo

Gerade für einfache Umgebungen ist Linux heute schon eine hervorragende Alternative. Die üblichen Programme kommen hier zum Einsatz:

  • Browser
  • Textverarbeitung
  • Tabellenkalkulation
  • Email
  • Bilder Verwaltung

Häufig ist die Skepsis groß. Mit Linux assoziieren viele Menschen ein Betriebssystem, das in erster Linie für Enthusiasten gedacht ist. Die Angst man könnte damit überfordert sein ist überholt.

In der Vergangenheit war Linux tatsächlich schwer zugänglich und hat den Benutzer schnell überfordert. Vereinzelt sind Leute in der Vergangenheit bereits gescheitert und doch wieder bei Windows oder macOS gelandet. Deswegen ist dort die Skepsis besonders groß.

Linux ist Benutzerfreundlich

In den vergangenen Jahren hat sich Linux sehr stark zum positiven entwickelt. Oberflächen erscheinen mehr aus einem Guss wie ein macOS oder Windows. Die Notwendigkeit auf die Kommandozeile zurückgreifen zu müssen ist bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr vorhanden. In Teilen ist Linux sogar einfacher zu bedienen als z.B. Windows. Microsoft schleppt noch Werkzeuge und Oberflächen aus längst obsoleten Windows Versionen mit. Vor allen Dingen GNOME ist hier deutlich einheitlicher und deswegen auch einfacher zu bedienen.

Die beiden Größen der Desktop Umgebungen Gnome und KDE bieten für alle Bereiche zuverlässige und einfach zu verstehende Oberflächen an. Peripherie funktioniert ebenfalls deutlich zuverlässiger unter Linux als noch vor 10 Jahren. Scanner und Drucker können in vielen Fällen per Plug & Play in Betrieb genommen werden.

Hinzu kommen einige Vorteile, wo sogar Windows und macOS Nutzer das Nachsehen haben. Es gibt eingebaute Paketverwaltungen, die einem zusätzliche Software kostenfrei bereitstellen und automatisch aktualisieren. Viren und Würmer sind auf Windows ein derart großes Problem, das man als Linux Nutzer da nur müde lächeln kann. Es gibt zwar Schädlinge, die Gefahr ist im Vergleich zu Windows quasi nicht vorhanden.

Linux Varianten non Stop

Der Markt ist von Linux Distributionen überschwemmt. Für den Einsteiger ist das nicht gerade hilfreich. Nicht alle Linux Varianten eignen sich durchweg für den Anfänger.

Diese Distributionen würde ich für den Einstieg empfehlen:

Fedora wäre meine erste Empfehlung. Es ist sehr modern und kommt am Ehesten einer fertigen und homogenen Lösung nahe. Es ist von unnötigem Ballast befreit und dementsprechend einfach zugänglich.
Debian und Ubuntu sind sich relativ ähnlich, wobei Ubuntu eher auf den Endnutzer abzielt als Debian, das eher im Serverbereich zu Hause ist.
Manjaro legt viel Wert auf Liebe zum Detail und ein hübsches Design.

Desktop Umgebungen

Hat man sich für eine Linux Variante entschieden, kann man innerhalb Dieser auch noch zwischen unterschiedlichen Desktop Umgebungen wählen. Für etwas modernere Hardware empfehle ich GNOME [8] oder KDE [9]. Ist die Hardware nicht auf dem neuesten Stand empfiehlt sich XFCE [10] oder Mate [11].

Fazit

Linux ist auf einem guten Weg Windows und macOS Marktanteile abzunehmen. Die Leistungsfähigkeit ist schon lange gegeben aber auch im Bereich Usability entwickelt sich Linux ständig weiter.
Um sich den Zugang zu diesem Thema so einfach wie möglich zu machen kann ich gerne meine Erfahrung zur Verfügung stellen. Besonders für Windows Nutzer empfehle ich den Umstieg. Nutze den Computer, anstatt Zeit für Fehlersuche, Treiberinstallationen und Neuinstallationen zu vergeuden.


  1. Apple macOS ↩︎

  2. Linux oder GNU/Linux ↩︎

  3. Marktanteile Desktop / Laptop ↩︎

  4. Fedora Linux Homepage ↩︎

  5. Manjaro Linux Homepage ↩︎

  6. Debian Linux Homepage ↩︎

  7. Ubuntu Linux Homepage ↩︎

  8. GNOME Desktop Environment ↩︎

  9. K Desktop Environment KDE ↩︎

  10. XFCE Desktop ↩︎

  11. Mate Desktop ↩︎